Presseinfo: Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeugindustrie sichern – Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug 2019

GSVF Symposium 2019: Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeugindustrie sichern

In der Fahrzeug- und Systementwicklung bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen: Das 12. „Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug“ vom 7.- 8. Mai 2019 setzt den bevorstehenden massiven Wandel in der Mobilitätsindustrie auf seine Agenda – weg vom streng vertikalen Ansatz hin zu weitgehend horizontalen, sehr schnellen und flexiblen Entwicklungsprozessen.

Die Fähigkeit, Software, Mechatronik und Simulation zu beherrschen hängt unmittelbar mit Qualität, Kosten und Entwicklungszeit für die Produkte zusammen. Im Fokus stehen agile Prozesse, um die explodierende Komplexität in der Automobilindustrie vernünftig adressieren zu können,

Ergebnis: Schneller Qualitätsprodukte am Markt, damit höhere Wettbewerbsfähigkeit und Sichern von Marktanteilen.

Eröffnung des 12. Grazer Symposiums Virtuelles Fahrzeug 2019 durch Dr. Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), General Chair des GSVF am 7. Mai in der Seifenfabrik Graz. ©VIRTUAL VEHICLE

Eröffnung des 12. Grazer Symposiums Virtuelles Fahrzeug 2019 durch Dr. Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), General Chair des GSVF am 7. Mai in der Seifenfabrik Graz. ©VIRTUAL VEHICLE

Graz (A), 7.5.2019 - „Wer sich so wie das VIRTUAL VEHICLE Forschungszentrum im hoch kompetitiven internationalen Umfeld bewegt, ist aktuell mit tiefgehenden Fragen konfrontiert: Wie halten wir die europäische Automobilindustrie weiterhin wettbewerbsfähig?“ erläutert Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer des Grazer VIRTUAL VEHICLE Research Centers: „In der Fahrzeug- und Systementwicklung bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen: Elektrischer Antrieb, autonome Fahrzeuge, Datensicherheit, Crashsicherheit – zahlreiche und zugleich divergierende Anforderungen wie nie zuvor stürmen auf die Fahrzeugindustrie ein. Dazu kommt massive Konkurrenz aus Asien und den USA. Wie können hochkomplexe Entwicklungsprozesse und Tests mit Millionen von Testkilometern automatisiert werden? Wie kann weiterhin kostengünstig, sicher und effizient entwickelt werden? Wir brauchen erfolgreiche Produkte – mit weniger Rückrufen, die dennoch für den Kunden leistbar sind.“

Das Bunte-Bauklötze-Prinzip: Modular und flexibel

Agile Prinzipien erfordern eine radikale Änderung der etablierten Entwicklungskonzepte, von Organisationsstrukturen, implementierten Methoden und Werkzeugen. Eine konsequente Modularisierung der Systeme in Bezug auf Software und Hardware, flexible Teams sowie geeignete Entwicklungsinfrastrukturen sind – so zeigen erste Anwendungen – der Schlüssel zum Erfolg. Komplexe Systemsimulation, die starke Orientierung einer virtuellen Entwicklung und das Streben nach einer virtuellen Freigabe von Teilsystemen eröffnet enorme Potenziale für die angewandte Forschung und die Industrie. Nun gilt es, die Lösungen aus industriellen Forschungsprojekten aufzugreifen und marktreif verfügbar zu machen. Die innovativen Konzepte werden in der Industrie schlummernde Potenziale heben und auch in neuen Aufgabengebieten anwenden.

Am 12. „Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug“ präsentieren führende Hersteller und Entwickler erste Erfolge agiler und kollaborativer Entwicklungsansätze. Auch das VIRTUAL VEHICLE stellt Lösungen wie z.B. seine Safety Toolchain für die automatisierte Fahrfunktionsbewertung im Bereich Fahrzeugsicherheit vor.

Die vier Treiber der digitalen Transformation

Die Auswirkungen der digitalen Transformation betreffen nicht nur technologische Aspekte sondern auch Prozesse, Organisationen, Qualifikation und Denkweisen. Um zu entscheiden, wie wir in Zukunft komplexe Systeme entwickeln sollen, müssen vielfältige Einflussfaktoren berücksichtigt werden.

Dr. Martin Benedikt, Leiter des Forschungsbereiches Co-Simulation und Software am VIRTUAL VEHICLE, sieht vier wesentliche Innovationstreiber: „Neue Mobilitätskonzepte, gesetzliche Bestimmungen, Marktanforderungen und Technologieinnovationen sind wesentliche Treiber für die Steigerung der Produktkomplexität und -vielfalt. Die Digitalisierung beeinflusst Produkte, Prozesse und Organisationen. Der Entwicklungserfolg wird immer mehr von der Entwicklungsgeschwindigkeit und der Markteinführungszeit bestimmt. Um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen, sehen wir im Prinzip vier wesentliche Hauptthemen im Fokus der Automobil- und Eisenbahnindustrie.“

  1. Schneller zum Produkt: Volatile Umgebung und Agilität beschleunigen „Time-to-Market“

    Die Marktveränderungen beschleunigen sich. Unternehmen müssen deutlich flexibler werden, um auf diese Veränderungen rasch und adäquat reagieren zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Verkürzung des Time-to-Market – also der Zeit, bis ein Produkt oder eine Dienstleistung von der Entwicklung bis auf den Markt kommt – ist nach wie vor eines der vordringlichsten Ziele der Industrie. Darüber hinaus sind neue Player auf dem Markt vom Start weg routinierter, an wesentlich flexibleren und agileren Entwicklungsansätzen zu arbeiten und über den Tellerrand hinweg zu kooperieren. Sie treiben die Innovationsgeschwindigkeit mit neuen Ideen und neuen Methoden voran.

  2. Effizienz und Wirksamkeit – so werden Daten und Informationen zukunftssicher

    Schlüsselfaktoren für die Effizienz sind Verfügbarkeit und Rückverfolgbarkeit von Daten und Informationen, Wiederverwendung und Modularität von Produkten, Funktionen oder Modellen sowie eine benutzerorientierte und damit akzeptierte unterstützende Entwicklungs- oder Lebenszyklus-Integrationsplattform, die wissensbasierte Workflows und Automatisierung ermöglicht.

  3. Kollaboration – weltweit und über alle Hierarchieebenen

    Hierarchische Organisationen und Kollaborationsansätze weichen zunehmend vernetzten und horizontalen Prozessen und Strukturen, die flexibel genug sein müssen, um eine skalierbare und effektive Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern mit unterschiedlicher Entwicklungs- und Projektorganisation oder -prozessen zu ermöglichen. Unternehmenskultur wird neben den erforderlichen Kompetenzen zu einem zentralen Thema - für zukünftige Produktfunktionen und Entwicklungseffizienz.

  4. Wissen und Kompetenzen- immer und überall abrufbar

    Produkt- und Konstruktionserfahrung müssen für Ingenieure verfügbar sein. Die Wiederverwendung von Wissen und Bausteinen der Entwicklung - als Funktionen, Komponenten, Modelle - ist ein entscheidender Aspekt für die Effizienz. Die Systemansicht ist für ein umfassendes Verständnis des Systemverhaltens erforderlich. Datengesteuerte Technologien und Dienste müssen eine kontextbasierte Unterstützung bieten, die den Umgang mit Komplexität ermöglicht.

Schneller und flexibler zum Ziel: Aktuelle Forschung am VIRTUAL VEHICLE

Dr. Jost Bernasch bringt die Überlegungen auf den Punkt: „Was sind die wichtigsten Voraussetzungen, um auch komplexe Produkte effizient und effektiv zu realisieren? Wir glauben, dass eine ganzheitliche Sichtweise ein entscheidender Faktor ist - durch das Zusammenbringen verschiedener Disziplinen, die Integration von Partnern, die Bereitstellung einer perfekten Umgebung für die Zusammenarbeit, die jederzeitige Sicht auf das System innerhalb des Lebenszyklus und die Konsistenz von Prozessen, Daten, Informationen und Entscheidungen entlang des Produktlebenszyklus und konsequent unter Berücksichtigung der menschlichen Faktoren.“

Konstantin Lassnig und Markus Schratter (VIRTUAL VEHICLE) präsentieren die neuesten Funktionen des Automated Drive Demonstrators sowie Pedestrian Recognition. ©VIRTUAL VEHICLE

Konstantin Lassnig und Markus Schratter (VIRTUAL VEHICLE) präsentieren die neuesten Funktionen des Automated Drive Demonstrators sowie Pedestrian Recognition. ©VIRTUAL VEHICLE

Aber wie nun will man mehr Agilität und Geschwindigkeit für weit verbreitete Variantenanalysen gleichzeitig erreichen? Gemeinsam mit namhaften Partnern aus Industrie und Forschung untersucht VIRTUAL VEHICLE, wie ein Szenario für eine zukunftsorientierte, marktorientierte Produktentwicklung und -implementierung aussehen muss. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, ist eine neue Denkweise erforderlich. Trotz Geschwindigkeit und Effizienz muss die Qualität gesteigert werden und neue Funktionen erfordern neue Ansätze zur Verifizierung und Validierung. Die Demokratisierung von Daten, Methoden oder virtuellen und physischen Tests bietet das Potenzial, die Entwicklung innerhalb einer wachsenden Netzwerkzusammenarbeit zu verteilen. Die Wiederverwendung von Wissen, Modellen oder Workflows und Prozesssteinen trägt erheblich zur Steigerung der Effizienz und Effektivität bei.

Automatisierungsumgebung für kontinuierliche Integration

Die Testautomatisierung ist ein Schlüsselfaktor für die Effizienz und Schnelligkeit der Entwicklung. Bewährte agile Softwareentwicklungsansätze müssen durch vollständige Systemsimulation angereichert werden, um eine konsistente und kontinuierliche Verfolgung des Fahrzeugentwicklungsfortschritts zu ermöglichen. Neben der durch Automatisierung bewältigten Komplexität wird die nahtlose Integration verschiedener Entwicklungsbereiche unterstützt. Eine derartige automatisierte Test- und Simulationsumgebung wird im VIRTUAL VEHICLE Research Center in einer Reihe von Forschungsthemen entwickelt:

Forschungsthema ADAS: „Automatisierte Fahrfunktionsentwicklung“

Im Gegensatz zur reinen Softwareentwicklung gilt es im Rahmen der Entwicklung von automatisieren Fahrfunktionen weitere, anhängliche Komponenten während dem Test zu berücksichtigen. Neben der Ausführung von entwickelten Fahrfunktionen auf realen Steuergeräten liegt das Hauptaugenmerk auf der nahtlosen Integration von Fahrzeug- und Umfeldsimulationen. Auf diesem Wege müssen somit die unterschiedlichen Software-, Hardware und Simulationsumgebungen zum Testen neuer Entwicklungsstände kontinuierlich integriert und getestet werden, worin die Herausforderung in der Heterogenität der Komponenten liegt. Dieser Ansatz stellt eine Erweiterung des bereits in der Software etablierten sog. Continuous Integration Konzeptes (Agile Engineering) in Richtung Fahrzugentwicklung dar und ermöglicht eine effektive Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen. Zudem erfolgt eine inhärente Versionierung, Dokumentation und ein Reporting jeder Systemänderung zum gewährleisten maximaler Transparenz und Nachverfolgbarkeit.

Forschungsthema Aktive Fahrzeugsicherheit: Die „Safety-Toolchain“

Im kontinuierlichen Entwicklungsprozess eines aktiven Sicherheitssystems ist eine virtuelle Testumgebung erforderlich, um die Auswirkungen auf die Unfallschwere zu bewerten.

Das Team um Projektleiter Dr. Christian Schwarzl (VIRTUAL VEHICLE) zeigt SPIDER, eine Testplattform für Automatisiertes Fahren auf dem 12. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug 2019. ©VIRTUAL VEHICLE

Das Team um Projektleiter Dr. Christian Schwarzl (VIRTUAL VEHICLE) zeigt SPIDER, eine Testplattform für Automatisiertes Fahren auf dem 12. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug 2019. ©VIRTUAL VEHICLE

Die von VIRTUAL VEHICLE entwickelte Safety Toolchain ermöglicht durch ihren modularen Ansatz und einen hohen Automatisierungsgrad die Integration in einen agilen Entwicklungsprozess integrierter Sicherheitssysteme. Auf diese Weise lässt sich die Wirksamkeit von aktiven, passiven und integrierten Sicherheitsschutzsystemen unter realen Bedingungen zuverlässig bewerten. Die Safety Toolchain ist perfekt geeignet, um die Auswirkungen von Änderungen in einem Sicherheitssystem auf die Unfallschwere in angemessener Zeit abzuschätzen; sie umfasst das Simulieren einer beliebigen Anzahl von Unfallszenarien vom gewöhnlichen Fahrbetrieb bis zum Unfall ohne Benutzerinteraktion.

Wesentliche Neuerung in der Toolchain ist, dass eine hochkomplexe Anwendung, die auf einer jahrelangen Entwicklung von vielen Experten aufbaut, nun so gekapselt und als Service angeboten werden kann, dass die Nutzung unkompliziert und einfach möglich ist. Gekapselte Komplexität mit hoher, abgesicherter Funktionalität, das ist hier der Schlüssel für eine deutliche Verbesserung in der Fahrzeugentwicklung. In dem Beispiel ermöglicht es eine effiziente und effektive Bewertung von Sicherheitsassistenzsystemen innerhalb eines agilen Fahrzeugentwicklungsprozesses.

Forschungsthema „Twin Factory“: Entwicklung „First Time Right“

Die Grundidee eines "Digital Factory Twin" besteht darin, reale Produktionsprozesse mithilfe von Simulationsmodellen virtuell abzubilden. Während bekannte Konzepte hauptsächlich den Ressourcen- und Teilestatus widerspiegeln, eröffnen funktionsorientierte Prozesssteuerungskonzepte, welche die individuellen Merkmale jedes einzelnen Produktionsteils abdecken, eine Fülle neuer Möglichkeiten.

Maik Gummert (Head of E/E Virtual Validation and Simulation bei Volkswagen AG) eröffnet mit seiner Keynote “With Continuous Integration (CI) to a sustainable mobility provider“ das 12. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug 2019.©VIRTUAL VEHICLE

Maik Gummert (Head of E/E Virtual Validation and Simulation bei Volkswagen AG) eröffnet mit seiner Keynote “With Continuous Integration (CI) to a sustainable mobility provider“ das 12. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug 2019.©VIRTUAL VEHICLE

Die Einsatzmöglichkeiten zur Individualisierung von Produktionskomponenten mit ihren spezifischen Eigenschaften sind vielfältig: Neben der Trendanalyse der Komponenteneigenschaften, der vorausschauenden Anlagensteuerung während des Betriebs und der vorausschauenden Instandhaltung (predictive maintenance) können Maßnahmen ergriffen werden, um in Echtzeit die Wirksamkeit der überwachten Prozessparameter oder der Komponentenfunktion zu überprüfen. Außerdem ist es mit zertifizierten virtuellen Komponenten möglich, eine virtuelle Inbetriebnahme beim Anlagenhersteller zu implementieren – dafür müssen dann keine schwierig verfügbaren seriellen Komponenten vorhanden sein. Auch die Konstruktion komplexer Baugruppen wie z. B. Gesamtfahrzeuge, kann sichergestellt werden, lange bevor die dafür benötigten Komponenten im Werk ankommen.

12. „Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug“: Die Keynotes

Maik Gummert, Head of E/E Virtual Validation and Simulation, Volkswagen AG:

„Die Automobilindustrie durchläuft einen schnellen Wandel, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. Hochintegrierte Systeme ersetzen relativ einfache verteilte Steuergeräte und erfordern völlig neue Architekturkonzepte und -technologien für die Entwicklung und Validierung von Fahrzeugfunktionen. Anstehende Innovationen, wie drahtlose Software-Updates und selbstlernende Systeme, stellen die Validierung der Fahrzeugfunktionen vor neue Herausforderungen. Die Integration des kompletten E/E-Pakets, d.h. die Vereinigung aller elektrischen und elektronischen Hard- und Softwaresysteme in ein komplettes End-to-End-System, wird zunehmend zur Hauptfehlerquelle und muss daher als unabhängige Entwicklungsaufgabe betrachtet werden. Die Entwicklungs- und Genehmigungsfähigkeit kann nur durch den Einsatz neuer digitaler Integrations- und Simulationswerkzeuge realisiert werden und führt zu einem vollständigen Simulationsplattformpaket, das nicht nur zur Entwicklung, sondern auch zur Validierung der Fahrzeugfunktionalität verwendet wird. Ziel dieser Plattform ist es auch, den Einsatz von Hardware in der Entwicklung schrittweise zu reduzieren, indem simulative Technologien mit traditionellen Validierungstechniken kombiniert werden.

Vor diesem Hintergrund setzt Volkswagen Pkw zwei Digitalisierungsinitiativen im Rahmen der vollständigen E/E-Paketvalidierung um. Erstens bietet ein virtuelles Validierungs- und Verifikations-Framework ein Bausteinsystem für Simulationen, das eine inkrementelle Integration in das gesamte E/E-Paket ermöglicht. Zweitens ist SimLAB ein abteilungsübergreifendes „Projekthaus“, in dem Entwicklungspotenziale durch agile Kooperationsmodelle optimal genutzt werden, um virtuelle Technologien in die Simulationsplattform zu integrieren und die Validierung neuer Fahrzeugfunktionen durchzuführen.“

Ulrich Schulmeister, Vice President Systems Engineering Vehicle, Robert Bosch GmbH:

„Die automobilen Megatrends (Elektrifizierung, Automatisierung, Konnektivität) und neue Mobilitätskonzepte führen zu einer zunehmenden Interaktion innerhalb der mechatronischen Systeme eines Autos und zu einer zunehmenden Interaktion mit den umgebenden Systemen. Somit ist ein verstärktes Zusammenspiel der Systeme im gesamten Fahrzeug zu erwarten. Dies führt zu veränderten Randbedingungen für Fahrzeughersteller und Zulieferer:

• Erhöhung der domänenübergreifenden Funktionen.

• Veränderte Beschaffung von Automobilherstellern und Mobilitätsanbietern.

• Erhöhte Komplexität.

Für die Robert Bosch GmbH als Automobilzulieferer ist es unerlässlich, auf diese Herausforderungen angemessen zu reagieren, um wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können und um auf Systemebene ein attraktiver Entwicklungspartner zu sein.

Diese Herausforderungen erfordern eine ganzheitliche Sicht der Fahrzeuge, auch für einen Tier1-Anbieter, um wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen (Komponenten, Subsysteme, höher integrierte Systeme) zu entwickeln. Aus diesem Grund hat Bosch Business Sector Mobility eine System-Engineering-Organisation (SE) zur Entwicklung domänenübergreifender Fahrzeugfunktionen mit dem Namen BBM-SE gegründet. Um diese Aufgabe zu erfüllen, gibt es zwei methodische Schlüsselelemente für effizientes und effektives domänenübergreifendes System-Engineering. Es wird ein MBSE (Model-Based Systems Engineering)-Framework verwendet, um die erhöhte Komplexität zu bewältigen, das Risiko von fehlerhaften / fehlenden Produktmerkmalen zu reduzieren und den Integrationsaufwand zu minimieren. Ein domänenübergreifender Fahrzeugsimulator unterstützt die schnelle und robuste Bewertung von Lösungsvarianten und sowie bei der Ermittlung von Anforderungen hinsichtlich Time-to-Market und Entwicklungskosten.

Alle diese Methoden werden bereits in mehreren internen Projekten verwendet, validiert und verbessert. Eines dieser Projekte ist die Entwicklung einer internen Engineering-Plattform, dem sogenannten "Rolling Chassis". Auf dieser Plattform ist es möglich, das Zusammenspiel des Verhaltens des von Subsystemen verschiedener Domänen (xDomain-Subsystems) zu optimieren, und es können neue xDomain-Funktionen wie Wärmemanagement, Vorhersagefunktionen und optimiertes Bremsen entwickelt werden.“

Uwe Class, Director Safe Mobility Systems, Corporate Research and Development, ZF Friedrichshafen AG:

„Der Wandel in der Automobilindustrie hin zu zukünftigen Mobilitätskonzepten, wie unterstütztes und autonomes Fahren oder auch andere Transportmöglichkeiten mit unterschiedlichen möglichen Insassenpositionen, hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung und Erprobung von Fahrzeugsicherheitsfunktionen. Daher muss der Aufwand für die virtuelle Bewertung in der frühen Entwicklungsphase massiv zunehmen. Darüber hinaus führt das Zusammenspiel von Funktionen (aktive und passive Sicherheitsfunktionen) zu völlig neuen Wegen zur Validierung und Entwicklung von Fahrzeugsicherheitsfunktionen und -produkten. Integrated Safety muss alle Entwicklerebenen miteinander verbinden, um ein kooperatives Fahrzeugsystem anbieten zu können - unter Berücksichtigung der Euro NCAP-Roadmap für Szenario-basiertes Testen. ZF begegnet diesem Paradigmenwechsel mit der Entwicklung von Rahmenbedingungen und Methoden für die virtuelle Bewertung von Kraftfahrzeugsystemen.“

Björn Giesler, Director ADAS Function Development, Samsung untersucht in seiner Keynote die wichtigsten Herausforderungen der Entwicklung und sowie Lösungen, die agile Methoden bieten können und identifiziert Vor- und Nachteile einiger spezifischer agiler Lösungen:

„In der Fahrerassistenz wird alles schwieriger: Höhere NCAP-Anforderungen führen zu höheren funktionalen Sicherheitsniveaus, neue Normen für SOTIF (‚Safety Of The Intended Functionality‘, also die Sicherheit der Sollfunktion) und Sicherheit stellen zusätzliche Einschränkungen dar. Die Erwartungen der Kunden steigen mit dem Stand der Technik. Nun stellt sich im Zuge des Umstiegs auf hoch- oder sogar vollautomatisiertes Fahren notwendigerweise die Frage, wie herkömmliche Systeme in höhere Automatisierungsgrade integriert werden können oder ob dies überhaupt möglich ist. Immer raschere Produktstarts schließen die Möglichkeit langer Entwicklungsphasen aus, auch die Systemkomplexität ist über spezifizierbare Rahmen hinausgewachsen. Wenn die „Wasserfall-basierte“ Entwicklung von ADAS - also ein lineares, nicht iteratives Entwicklungsmodell – jemals funktioniert hat, ist dies nicht mehr der Fall.

Agile Entwicklung und das um sie herum entwickelte Universum an Methoden können einen Weg bieten, auf dem Architektur, Algorithmen, Funktionsleistung und Verifizierung gleichzeitig und organisch wachsen können. Kontinuierliche Integration, Verifizierung und Test des Einsatzes vor Ort ermöglichen eine ständige Überwachung der Realisierbarkeit des entworfenen Systems und können das Entwicklungsteam schlank, motiviert und erfolgreich machen. Weiterentwicklungen und Updates „Over-the-air“ – also die drahtlose Aktualisierung verschiedener Fahrzeugfunktionen – können bis direkt zu den Kundenfahrzeugen erfolgen.“

VIRTUAL VEHICLE – Zahlen und Fakten

COMET K2 Programm „Digital Mobility“ erfolgreich gestartet, zahlreiche EU-Projekte an Bord

VIRTUAL VEHICLE hat auch im Geschäftsjahr 2018 seine beeindruckende Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Der Start des COMET K2 Digital Mobility Programms am 1.1.2018 mit derzeit 40 wissenschaftlichen und 54 Industriepartnern verlief erfolgreich und bildet die Basis für umfangreiche strategische Aktivitäten zur Entwicklung künftiger Fahrzeugtechnologien. Zudem ist VIRTUAL VEHICLE in derzeit 38 EU Projekten maßgeblich involviert, weitere fünf starten in den nächsten drei Monaten. Damit kann VIRTUAL VEHICLE seine Spitzenposition im Feld europäischer F&E Zentren für die Automobil- und Bahnindustrie weiter ausbauen. Die Betriebsleistung 2018 lag bei € 21,8 Mio., mit Stichtag 31.12.2018 sind 250 Mitarbeiter aus 17 Ländern beschäftigt, somit ein Zuwachs um 8% gegenüber 2017. Die kontinuierlich hohe Nachfrage der Industrie nach der Innovations- und Forschungskompetenz des VIRTUAL VEHICLE zeigt sich auch im Bereich der Dienstleistung und Auftragsforschung.

About… VIRTUAL VEHICLE – Enabling Future Vehicle Technologies

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center ist ein führendes internationales F&E Zentrum für die Automobil- und Bahnindustrie mit Sitz in Graz, Österreich. Das Zentrum konzentriert sich auf die konsequente Virtualisierung der Fahrzeugentwicklung. Diese Verknüpfung von numerischen Simulationen und Hardware-Tests führt zu einem umfassenden HW-SW Gesamtsystem-Design und zur Automatisierung von Test- und Validierungsverfahren.

Das internationale Partnernetzwerk von VIRTUAL VEHICLE besteht aus rund 100 internationalen Industriepartnern (OEMs, Tier-1 und Tier-2 Zulieferern sowie Software-Anbietern) sowie über 40 internationalen wissenschaftlichen Institutionen.

VIRTUAL VEHICLE ist das größte COMET finanzierte Forschungszentrum Österreichs und ist aktuell in über 35 EU-Projekten aktiv. Zusätzlich bietet VIRTUAL VEHICLE ein breites Portfolio an Auftragsforschung für die Fahrzeugentwicklung.

Weitere Informationen: www.v2c2.at

Kontakt für Rückfragen:
Katrin Ruckenstuhl, MA
katrin.ruckenstuhl@manggei.com
+43 664 5052422

EINLADUNG: Pressegespräch "Automated Engineering" zur Eröffnung des 12. GSVF mit Dr. Jost Bernasch, Di., 7.5.2019, 10:30 Uhr, Seifenfabrik

Ist die europäische Automobilindustrie weiterhin wettbewerbsfähig?

In der Fahrzeug- und Systementwicklung bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen: Elektrischer Antrieb, autonome Fahrzeuge, Datensicherheit, Crashsicherheit – zahlreiche und zugleich divergierende Anforderungen wie nie zuvor stürmen auf die Fahrzeugindustrie ein. Dazu kommt massive Konkurrenz aus Asien und den USA. Wie können hochkomplexe Entwicklungsprozesse und Tests mit Millionen von Testkilometern automatisiert werden? Wie kann weiterhin kostengünstig, sicher und effizient entwickelt werden? Wir brauchen erfolgreiche Produkte – mit weniger Rückrufen, die dennoch für den Kunden leistbar sind.

Das am 7. Mai 2019 in Graz beginnende 12. „Grazer Symposium Virtual Vehicle“ des VIRTUAL VEHICLE Forschungszentrums und der TU Graz greift dieses akute Thema auf, über das wir Sie aus erster Hand informieren möchten: „Continuous Integration and Agile Engineering: Processes, Methods, Tools and Applications - A Disruptive Change in Vehicle Development”

Internationale Experten führender Forschungs- und Industrieunternehmen sind am GSVF zu Gast, um ihre Sicht der Dinge darzulegen und sich auszutauschen.

Eröffnung und Pressegespräch
12. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug (GSVF)
Di., 7.5.2019, 10:30 Uhr
Seifenfabrik Graz, Angergasse 41-43, 8010 Graz

Prolog:

  • 09:00 Eröffnung 12. GSVF - J. Bernasch ǀ VIRTUAL VEHICLE

  • 09:15 Talk: Andreas Schneider: “The automotive disruption and its impact on OEMs and their suppliers"

  • 09:25 Talk: J. Bernasch ǀ VIRTUAL VEHICLE: “Future Automation in Development & Validation"

  • 09:50 Keynote: Maik Gummert ǀ Volkswagen AG: „With Continuous Integration (CI) to a sustainable mobility provider"

  • 10:30 Pressegespräch "Automated Engineering" mit Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer VIRTUAL VEHICLE am VIRTUAL VEHICLE Stand in der Fachwerkhalle der Seifenfabrik

Epilog:

  • 11:05 Martin Benedikt, Jost Bernasch | VIRTUAL VEHICLE: “First running Prototypes for Automated Engineering"

  • 11:35 Keynote: Ulrich Schulmeister ǀ Robert Bosch AG: „Challenges and Opportunities for Suppliers in a Changing Automotive World"

Weitere Informationen zum GSVF: www.v2c2.at/gsvf

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Kontakt für weitere Rückfragen sowie Anmeldung bitte bei:
Katrin Ruckenstuhl, MA
katrin.ruckenstuhl@manggei.com
+43 664 5052422

MANGGEI COMMUNICATIONS PRESSEINFO: „Fahrlehrer“ für automatisierte Fahrzeuge: VIRTUAL VEHICLE startet Drive.LAB

„Fahrlehrer“ für automatisierte Fahrzeuge: VIRTUAL VEHICLE startet Drive.LAB

©VIRTUAL VEHICLE

©VIRTUAL VEHICLE

Mit Drive.LAB eröffnet das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz eine hoch innovative Entwicklungs- und Forschungsplattform, um das Zusammenspiel von Mensch und automatisiertem Fahren zu optimieren. Im Zentrum des Drive.LAB steht der „Human Centered Driving Simulator“, ein neuartig konzipierter Fahrsimulator, der für Forschung und Entwicklung im Bereich des automatisierten Fahrens entwickelt wurde. Mit ihm werden die Wechselwirkungen zwischen Fahrer, Insassen, Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern in komplexen Situationen untersucht, um daraus Prognose-Modelle für das menschliche Verhalten zu erstellen. Ziel ist es, das Verhalten automatisierter Fahrzeuge möglichst nahe an menschliche Verhaltens- und Reaktionsmuster anzunähern. Mit der Entwicklung des „Fahrlehrers“ für automatisierte Fahr-zeuge kann die Akzeptanz und Vertrauenswürdigkeit deutlich erhöht werden. Dies führt dann auch zu mehr Sicherheit im Miteinander von Mensch und Computer.

 Graz (A), 9.4.2019  -   „Stellen Sie sich vor, Sie nähern sich mit Ihrem Auto einer Kreuzung ohne Ampel und gleichzeitig nähert sich ein weiteres Fahrzeug aus einer anderen Richtung“ entwirft Univ.-Doz. Dr. Bernhard Brandstätter, Abteilungsleiter Energy Efficiency & Human Centered Solutions am VIRTUAL VEHICLE, ein gängiges Szenario: „Menschen in dieser Situation werten viele Informationen innerhalb von Sekundenbruchteilen aus: eigene Geschwindigkeit, Geschwindigkeit des anderen Fahrzeugs, eventuell vorhandene Verkehrszeichen - und vor allem auch das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer, die vielleicht gerade abgelenkt sein könnten, mit dem Handy agieren oder nach einem Radiosender suchen. Wenn nun Ihr automatisiertes Fahrzeug einige, für Sie und andere vielleicht unerwartete, wenn auch sichere Manöver durch-führen würde (z. B sehr starkes Beschleunigen, um sicher über die genannte Kreuzung zu kommen) - wäre das für Sie ein akzeptables Assistenz-System oder würden sie es vorsichtshalber deaktivieren? Mit Drive.LAB schlagen wir eine Brücke zwischen automatisierten Fahrmanövern und menschlichem Verhalten.“ 

AV-Instruktor - der „Fahrlehrer“ für autonome Fahrzeuge: Ziel ist es, eine Fahrstilbewertung zu entwickeln, die dem autonomen Fahrzeug ein nachvollziehbares Verhalten im Straßenverkehr „lehrt“ und somit Vertrauen in das System schafft. ©VIRTUAL VEHICLE

AV-Instruktor - der „Fahrlehrer“ für autonome Fahrzeuge: Ziel ist es, eine Fahrstilbewertung zu entwickeln, die dem autonomen Fahrzeug ein nachvollziehbares Verhalten im Straßenverkehr „lehrt“ und somit Vertrauen in das System schafft. ©VIRTUAL VEHICLE

Automatisiertes Fahren – eine Frage des Vertrauens

Sobald automatisierte Fahrzeuge auf ein komplexes Szenario mit gemischten automatisierten und nicht automatisierten Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern treffen, sind Vertrauen und damit auch die Akzeptanz aller Beteiligten der Schlüssel für eine wesentliche und nachhaltige Marktdurchdringung der autonomen Fahrzeuge. Für das Schaffen von Vertrauen und Akzeptanz reicht es nicht aus, fahrphysikalische und regelungstechnische Möglichkeiten auszuschöpfen, da dies zwar zu prinzipiell korrekten Handlungen und Entscheidungen des Fahrzeugsystems im technischen Sinne führen wird, aber nicht die subjektiv menschliche Erwartung berücksichtigt. Genau dies muss aber berücksichtigt und gelernt werden, da es sonst zu Misstrauen gegenüber solchen technischen Systemen oder im schlimmsten Fall sogar zu Fehlreaktionen des Fahrers kommen kann.

Der Forschungsbereich Human Centered Solutions am VIRTUAL VEHICLE entwickelt gemeinsam mit seinen Forschungspartnern Systeme, die sich in komplexen Verkehrssituationen menschenähnlich verhalten, deren Verhalten also für den Menschen verständlich und nachvollziehbar ist. Unter dem Überbegriff HU-MAN-LIKE-Systems werden Fahrer zunächst unterschiedlichen Verkehrssituationen ausgesetzt, ihr psychophysischer Zustand und ihr Verhalten systematisch erfasst, um in weiterer Folge Modelle ableiten zu können, die dann in der Steuerung von automatisierten Fahrzeugen implementiert werden können. Für die Erfassung des psychophysischen Zustands des Fahrers wird Messtechnik verwendet, die vor allem die Aufmerksamkeit des Fahrers, aber auch seine Handlungen und Bewegungsabläufe erfassen kann. Neben einem Eye-Tracker kommen zum Beispiel auch Time-of-flight Kameras zum Einsatz, die die Pulsfrequenz berührungslos messen können, ebenso wie Kameras, Wearables und Mikrofone. Damit kann festgestellt werden, ob sich der Fahrer gerade im Gespräch befindet, welche Bewegungsabläufe er gerade vollzieht oder ob gerade laute Musik läuft und seine Aufmerksamkeit eingeschränkt oder defokussiert ist.

 Drive.LAB - Wegbereiter für menschenähnliche automatisierte Fahrzeuge

„Mit dem Drive.LAB haben wir eine innovative Forschungsumgebung für die Integration von Fahrer-, Fahr-zeug- und Infrastrukturinformationen zur Untersuchung des Fahrerverhaltens in komplexen Verkehrsszenarien mit gemischter Automatisierung geschaffen“, erklärt Dr. Paolo Pretto, Forschungsleiter des Bereiches Human Factors & Driving Simulation. „Drive.LAB implementiert menschenzentrierte Entwicklungsprozesse, um Sicherheit, Komfort und Vertrauen in der Automatisierung zu berücksichtigen. Damit ermöglichen wir die Entwicklung von menschenähnlichen automatisierten Fahrzeugen (human-like autonomous vehicles), deren Verhalten für den Menschen verständlich, vorhersehbar und daher akzeptabel ist.“

Das VIRTUAL VEHICLE Drive.LAB umfasst als zentrales Tool einen Fahrsimulator, der zur Beurteilung von Fahrern in einem komplexen Fahrszenario mit gemischtem Verkehr mit anderen Fahrzeugen, Verkehrsteil-nehmern und Fußgängern konzipiert ist. Der höchste Komplexitätsgrad wird durch die Möglichkeit erreicht, realistische Szenarien mit hunderten Fahrzeugen mit unterschiedlichen Fahrermodellen, Fahrdynamiken und Sensoren zu integrieren.

Durch Multi-Ego Fahrzeuge können mehrere Verkehrsteilnehmer aufeinander reagieren. Hierzu wird daran gearbeitet, den Simulator mit anderen Fahrsimulatoren, mit Fußgängern via Augmented oder Virtual Reality, oder auch mit einem der VIRTUAL VEHICLE Automated Drive Forschungsfahrzeuge zu verbinden. Auf diese Weise kann künftig nahtlos „In-the-Loop“ eine Schleife zu realen Verkehrssituationen geschlossen werden.

 Drei Bausteine für die Entwicklung menschenähnlicher Systeme

Das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Komfort in einer Umgebung, in der der Fahrer mit anderen Aktivitäten als nur dem Autofahren – also zum Beispiel Arbeiten, Entspannen oder Unterhalten – konfrontiert wird, ist nur in einem vollständig vertrauenswürdigen Umfeld denkbar. Menschenähnliche Systeme werden daher der Schlüssel sein, um Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen. Zudem ist auch die Schulung des Benutzers in der kontext- und situationsbezogenen Interaktion mit automatisierten Systemen ein weiterer wichtiger Baustein.

 VIRTUAL VEHICLE bietet drei im Drive.LAB Konzept integrierte Bausteine an, um eine HUMAN-LIKE-System Entwicklung zu ermöglichen:

  1. Der Driver Digital Twin: Das „Digitale Zwillingsmodell“ eines realen Fahrers bildet menschliche Verhaltensmodelle ab, die als Grundlage für alle künftigen kontextbasierten Steueraktionen dienen. Diese Modelle werden fortlaufend aktualisiert und gemäß den Messungen im Drive.LAB erweitert.

  2. Fluid Interaction: Alle Interaktionen, wie die Berücksichtigung von Umweltinformationen (Wetter, Straßenzustand, andere Fahrzeuge, Kenntnis und Zustand anderer Fahrer und Fußgänger), des eigenen Fahrzeugzustands sowie der Verfassung des Fahrers, werden ganzheitlich erfasst. In diesem Kontext wird adaptiv die jeweils beste Möglichkeit bestimmt, den Fahrer zu warnen oder auf die nächste Aktion vorzubereiten. (Prädiktive Gefahrenvermeidung unter Einbeziehung der Umwelt und des psychophysischen Zustandes des Fahrers wird am VIRTUAL VEHICLE unter dem Namen „Forsight Safety“ behandelt.)

    Ein sogenanntes „Fluid Interface“, eine „fließende Schnittstelle“, umgibt den Fahrer wie eine Flüssigkeit und passt sich kontinuierlich seiner psychophysischen Verfassung an. Es ist ein multisensorisches, allgegenwärtiges und omnidirektionales System, das den Fahrer, seine Aktivitäten und Aufmerksamkeitsstufen ständig überwacht, um ein „digitales Zwillingsmodell“ für den Fahrer zu aktualisieren.

    Die Fluidschnittstelle ermöglicht folgendes:

    (i)          dauerhafte Überwachung von Fahrer, Passagieren und Umgebung, einschließlich Fahrzeug zu Fahrzeug und Fahrzeug zu Infrastruktur Kommunikation (V2X);

    (ii)         Steuerungsmanagement, einschließlich Übergänge (Übernahme und Rückgabe der Kontrolle zwischen System und Fahrer) über verschiedene Automatisierungsstufen hinweg;

    (iii)        Hilfestellung und Training der Fahrzeuglenker beim Umgang mit höheren Automatisierungsstufen.

  3. AV-Instruktor - der „Fahrlehrer“ für autonome Fahrzeuge: Ziel ist es, eine Fahrstilbewertung zu entwickeln, die dem autonomen Fahrzeug ein nachvollziehbares Verhalten im Straßenverkehr „lehrt“ und somit Vertrauen in das System schafft.

In der ersten Projektphase wird das Verhalten von manuell gefahrenen Fahrzeugen in simulierten Umgebungen gemessen und bewertet. In einem nächsten Schritt wird das Bewertungssystem anhand realer Verkehrsdaten verbessert und zum Training automatisierter Fahrzeuge verwendet, damit sie das Verhalten manueller Fahrzeuge bei zugleich höheren Sicherheitsreserven reproduzieren.

Das Ziel ist also ein zuverlässiges Bewertungssystem, das den aktuellen Fahrstil automatisierter Fahrzeuge in Echtzeit und in realen Szenarien evaluiert und Grundlagen zur laufenden Verbesserung liefert. Dies ist besonders relevant in Situationen mit hoher Verkehrsdichte und vielen Verkehrsteilnehmern, die sich auf unvorhersehbare Weise bewegen, wie z.B. Fußgänger und Radfahrer.

(v.l.n.r.) Dr. Paolo Pretto (DriveLAB, VIRTUAL VEHICLE), Dr. Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), MMag. Barbara Eibinger-Miedl (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung), Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. Harald Kainz (Rektor der Technischen Universität Graz) ©VIRTUAL VEHICLE

(v.l.n.r.) Dr. Paolo Pretto (DriveLAB, VIRTUAL VEHICLE), Dr. Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE), MMag. Barbara Eibinger-Miedl (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung), Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. Harald Kainz (Rektor der Technischen Universität Graz) ©VIRTUAL VEHICLE

Statements

Univ.-Doz. Dr. Bernhard Brandstätter skizziert in seiner Funktion als Leiter des Forschungsbereiches Efficiency & Comfort im Rahmen des COMET-K2 Exzellenzprogramms am VIRTUAL VEHICLE weitere zukünftige Forschungsfelder:

„Mit dem von uns entwickelten Verfahren der „Fluid Interaction“ erfassen wir ganzheitlich alle Interaktionen im „magischen Dreieck“ Fahrer – Fahrzeug und Umwelt/Infrastruktur, wie beispielsweise Wetter, Straßenverhältnisse, andere Fahrzeuge, Fahrer und Fußgänger, sowie den jeweiligen Zustand des Fahrers (Vitalparameter wie Herzfrequenz, Körpertemperaturen oder Wahrnehmungs- und Bewegungsabläufe wie Eye Tracking etc.). Diese Informationen liefern dem automatisierten System die Grundlage zur „Foresight Safety“, also der prädiktiven Gefahrenvermeidung sowie zur Entwicklung geeigneter sensorischer Reize, und damit in eine natürliche Interaktion mit dem Fahrer und den Passagieren zu treten. Neben den damit adressierten Sicherheitsaspekten sehen wir weitere mögliche Anwendungsgebiete, um damit z.B. Motion Sickness zu vermeiden. Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung von Klimakomfort-Systemen, die sich situationsbezogen (Jahreszeit, Umgebung, Sitzposition, etc.) auf die Insassen einstellen.“

 Für Dr. Jost Bernasch, dem Geschäftsführer des VIRTUAL VEHICLE, fällt das Drive.LAB in eines der wichtigsten strategischen Forschungsfelder des Zentrums:

„Mit dem Drive.LAB und der dazugehörigen Methodik bietet das VIRTUAL VEHICLE seinen Forschungspartnern und Kunden nun eine völlig neuartige Möglichkeit, Funktionen und Systeme für das menschenähnliche automatisierte Fahren zu entwickeln. ADAS-Systeme und automatisiertes Fahren können die Anzahl und die Schwere von Unfällen drastisch reduzieren, insbesondere wenn Fahrer für die Verwendung dieser Systeme geschult werden. In Drive.LAB können nun ADAS/AD-Systeme auf ihre Funktionalität und Sicherheit hin getestet und in die bewährte VIRTUAL VEHICLE Safety Toolchain und Mensch-Modellierung integriert werden. Das gerade gestartete und vom VIRTUAL VEHICLE koordinierte EU-Projekt OSCCAR für zukünftigen Insassenschutz bei Autounfällen ist einer der ersten konkreten Anwendungsbereiche – hier entwickeln wir einen neuartigen Ansatz, um die Sicherheit aller Insassen bei Autounfällen zukünftig wesentlich zu verbessern.“

 MMag.a Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschafts- und Forschungslandesrätin der Steiermark:

„Mit der Eröffnung des Drive.LAB wird ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte unseres Kompetenzzentrums VIRTUAL VEHICLE aufgeschlagen. Dabei wird einmal mehr die herausragende Kompetenz unserer Forschungseinrichtungen sichtbar, die die Steiermark zu einer internationalen Vorzeigeregion für Forschung, Entwicklung und Innovation gemacht hat. Als Testregion für autonomes Fahren ist der neue Simulator für uns ein großer Schritt zur Weiterentwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. Damit können wir unsere starke Position bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft weiter ausbauen!“

 Univ.-Prof. Dr. Harald Kainz, Rektor der TU Graz:

„Der Automatisierungsgrad in allen Bereichen unseres täglichen Lebens steigt rapide an, bekanntermaßen auch im Mobilitätssektor. Vertrauen und Sicherheit spielen dabei eine große Rolle. Das Kompetenzzentrum Virtuelles Fahrzeug forscht in allen Bereichen der Mobilität stets an der Speerspitze globaler Herausforderungen und an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem Drive.LAB stellt das zu 40% im Eigentum der TU Graz stehende Kompetenzzentrum jetzt eine einmalige Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur an der Schnittstelle Mensch-Maschine vor, die wesentlich zu Akzeptanz und Sicherheit des automatisierten Fahrens beitragen wird.“

 FFG-Geschäftsführer Dr. Henrietta Egerth und Dr. Klaus Pseiner:

„Im Zusammenhang mit dem ‚Autonomen Fahren‘ steht das Grazer Kompetenzzentrum K2-Digital Mobility / VIRTUAL VEHICLE international an der Spitze, daran kommt niemand vorbei! Es schafft Exzellenz in der Anwendung und arbeitet daran, Mobilität effizienter, kostengünstiger und für die Nutzerinnen und Nutzer generell attraktiver zu machen. Das K2-Zentrum hat unter anderem zahlreiche EU-Projekte nach Graz geholt. Aktuellstes Erfolgsbeispiel ist der DCP-Standard, der Anfang März auf der Modelica prominent im Rampenlicht stand“, gratulieren die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner den Grazer Forscherinnen und Forschern und freuen sich, „dass das Kompetenzzentren-Programm COMET und die Exzellenzideen zu richtungsweisenden Erfolgsgeschichten geworden sind. Forschung wirkt.“

VIRTUAL VEHICLE – Zahlen und Fakten 2018

COMET K2 Programm „Digital Mobility“ erfolgreich gestartet, zahlreiche EU-Projekte an Bord

VIRTUAL VEHICLE hat auch im Geschäftsjahr 2018 seine beeindruckende Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Der Start des COMET K2 Digital Mobility Programms mit derzeit 40 wissenschaftlichen und 54 Industriepartnern am 1.1.2018 verlief erfolgreich und bildet die Basis für umfangreiche strategische Aktivitäten zur Entwicklung künftiger Fahrzeugtechnologien.

Zudem ist VIRTUAL VEHICLE in derzeit 38 EU Projekten maßgeblich involviert, weitere fünf starten in den nächsten drei Monaten. Damit kann VIRTUAL VEHICLE seine Spitzenposition im Feld europäischer F&E Zentren für die Automobil- und Bahnindustrie weiter ausbauen. Die Betriebsleistung 2018 lag bei € 21,8 Mio., mit Stichtag 31.12.2018 sind 250 Mitarbeiter aus 17 Ländern beschäftigt, somit ein Zuwachs um 8% gegenüber 2017. Die kontinuierlich hohe Nachfrage der Industrie nach der Innovations- und Forschungskompetenz des VIRTUAL VEHICLE zeigt sich auch im Bereich der Dienstleistung und Auftragsforschung.

About… VIRTUAL VEHICLE – Enabling Future Vehicle Technologies

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center ist ein führendes internationales F&E Zentrum für die Automobil- und Bahnindustrie mit Sitz in Graz, Österreich. Das Zentrum konzentriert sich auf die konsequente Virtualisierung der Fahrzeugentwicklung. Diese Verknüpfung von numerischen Simulationen und Hardware-Tests führt zu einem umfassenden HW-SW Gesamtsystem-Design und zur Automatisierung von Test- und Validierungsverfahren.

Das internationale Partnernetzwerk von VIRTUAL VEHICLE besteht aus rund 100 internationalen Industrie-partnern (OEMs, Tier-1 und Tier-2 Zulieferern sowie Software-Anbietern) sowie über 40 internationalen wissenschaftlichen Institutionen.

VIRTUAL VEHICLE ist das größte COMET finanzierte Forschungszentrum Österreichs und ist aktuell in über 35 EU-Projekten aktiv. Zusätzlich bietet VIRTUAL VEHICLE ein breites Portfolio an Auftragsforschung für die Fahrzeugentwicklung.

 Weitere Informationen: www.v2c2.at

Kontakt & Information:
Katrin Ruckenstuhl, MA
katrin.ruckenstuhl@manggei.com
+436645052422

Pressekonferenz und Eröffnung des VIRTUAL VEHICLE Human Centered Driving Simulators am 9.April 2019

MEHR ALS EIN „FAHR“-SIMULATOR … 

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Mit DRIVE.LAB eröffnet das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz eine hoch innovative Entwicklung- und Forschungsplattform, um das Zusammenspiel von Mensch und automatisiertem Fahren zu optimieren. Im Zentrum steht der „Human Centered Driving Simulator“, ein neuartig konzipierter Fahrsimulator, der die Wechselwirkung zwischen Fahrer, Insassen, Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern untersucht. Ziel ist es, automatisierte Fahrzeuge möglichst nahe an menschliche Verhaltens- und Reaktionsmuster anzunähern und damit sicherer und zuverlässiger zu machen sowie die Akzeptanz und Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen.

Herzlich laden wir Sie zur offiziellen Eröffnung ein!

WANN: Dienstag, 9. April 2019, 9.30-10.30 Uhr
WO: VIRTUAL VEHICLE Research Center, Inffeldgasse 21a, 8010 Graz, Austria

Der Ablauf im Überblick:

  • 9.00 Uhr: Frühstück

  • 9.30 Uhr: Begrüßung durch Dr. Jost Bernasch (GF VIRTUAL VEHICLE)

  • 9.45 Uhr: DriveLAB „Human-centered driving sim. for automated vehicles“ – Dr. Paolo Pretto (DriveLAB, VIRTUAL VEHICLE)

  • 10.00 Uhr: Innovationsland Steiermark – MMag. Barbara Eibinger-Miedl (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung)

  • 10:05 Uhr: Brücke Wissenschaft & Industrie – Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. Harald Kainz (Rektor der TU Graz)

  • 10:10 Uhr: Eröffnung DriveLAB – Besichtigung und Erklärung

  • 10:30 Uhr: Offizielles Ende – Gelegenheit für weitere Fragen und Testfahrten

Bitte um Anmeldung unter katrin.ruckenstuhl@manggei.com oder telefonisch unter +43 664 5052422.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

PRESSEINFO: VIRTUAL VEHICLE bringt DCP auf den Weg zum internationalen Industriestandard

DCP-Expertentreffen auf der Modelica 2019 vom 4.-6. März 2019 in Regensburg

Auf der „13. Internationalen Modelica Conference“ von 4.-6. März 2019 in Regensburg präsentierte das VIRTUAL VEHICLE Research Center mit dem „Distributed Co-Simulation Protocol“ (DCP) einen neuartigen Ansatz zur schnelleren und kostengünstigeren Entwicklung. Internationale Technologieführer wie AVL, Volkswagen und Boeing wenden diese Spezifikation bereits an und konnten erste Ergebnisse zeigen. Als besonderes Highlight der Konferenz wurde das DCP Spezifikationsdokument erstmals kostenlos und frei verfügbar bereitgestellt. Zudem stellte VIRTUAL VEHICLE gemeinsam mit AVL List GmbH, Leibniz Universität Hannover, ESI-ITI GmbH, TWT GmbH, sowie der Volkswagen AG das DCP im wissenschaftlichen Teil des Konferenzprogramms vor.

V.l.n.r.: Stv. DCP Projektleiter Dr. Klaus Schuch (AVL List GmbH), DCP-Projektleiter Dipl.-Ing. Martin Krammer (VIRTUAL VEHICLE), Prof. Dr.-Ing. Martin Otter (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik) Dr. Martin Benedikt (ACOSAR Projektleiter und Leiter der Forschungsgruppe Co-Simulation & Software, VIRTUAL VEHICLE). ©VIRTUAL VEHICLE

V.l.n.r.: Stv. DCP Projektleiter Dr. Klaus Schuch (AVL List GmbH), DCP-Projektleiter Dipl.-Ing. Martin Krammer (VIRTUAL VEHICLE), Prof. Dr.-Ing. Martin Otter (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik) Dr. Martin Benedikt (ACOSAR Projektleiter und Leiter der Forschungsgruppe Co-Simulation & Software, VIRTUAL VEHICLE). ©VIRTUAL VEHICLE

Graz (A) / Regensburg (D), 27.3.2019 – „Die Virtuelle Produktentwicklung hat bei der Konzeption von Fahrzeugen oder anderen komplexen Systemen in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen“ erklärt Dipl.-Ing. Martin Krammer, DCP-Projektleiter und Experte für Co-Simulation und Software am VIRTUAL VEHICLE. „Virtuelle Ansätze reduzieren die Kosten und den Zeitaufwand für Entwicklung und Tests erheblich, Produkte kommen auf diese Weise schneller und kostengünstiger auf den Markt.“

Komplexe Systeme bestehen jedoch typischerweise aus mehreren Subsystemen. Daher sind modulare Entwicklungsansätze gefragt. Weil jedoch die Entwickler dieser Subsysteme aus den unterschiedlichsten technischen Domänen kommen, spielt Interoperabilität eine ebenso große Rolle. Das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz hat sich in jahrelanger Forschung in diesem Wissensbereich umfangreiche Expertise und eine hohe internationale Reputation erarbeitet. Leistungsstarke Verfahren wie ICOS (Intenpendent Co-Simulation) und internationale Forschungsprojekte wie ACOSAR (Advanced Co-Simulation Open System Architecture) haben den Grundstein gelegt, der heute führenden Herstellern eine modulare und interoperable Entwicklung ihrer Systeme ermöglicht.

ACOSAR: Konkurrenten bündeln ihre Kräfte und legen den Grundstein für DCP

Das Forschungsprojekt ACOSAR des VIRTUAL VEHICLE vereinte ab 2015 zahlreiche Automobilhersteller, Zulieferer von Software- und Testsystemen sowie Universitäten. Dr. Martin Benedikt, ACOSAR Projektleiter und Leiter der Forschungsgruppe Co-Simulation & Software am VIRTUAL VEHICLE erinnert sich: „Besonders bemerkenswert war die intensive Wettbewerbssituation der Projektpartner: Unternehmen wie AVL, Bosch, dSPACE, ESI-ITI, ETAS oder Siemens stehen ja mit ihren Produkten für Simulation, Test und Prüfstandstechnik am freien Markt in harter Konkurrenz zueinander. Doch das starke Interesse an einem gemeinsamen Standard für Systemintegration und Datenaustausch überwog die Bedenken und führte zur Bündelung der Expertise sowie einer übergreifenden und höchst erfolgreichen Kooperation.“

DCP auf dem Weg zum internationalen Industriestandard

Aus mehr als 500 Anforderungen des ACOSAR Konsortiums und einer Fülle komplexer Testszenarien für automotive Systeme entwickelte das ACOSAR Core Team unter der Leitung von Martin Krammer eine technische Spezifikation. Diese Spezifikation wurde in weiterer Folge von mehreren Partnern prototypisch umgesetzt, die daraus gewonnenen Erfahrungen flossen im Rahmen von zahlreichen Workshops wieder an das Core Team zurück. Durch diese Iterationszyklen konnte die Spezifikation laufend verbessert und erweitert werden.

Im Mai 2018 wurde auf dem 11. Graz Symposium Virtual Vehicle (GSVF) schließlich die erste Version des „Distributed Co-Simulation Protocol“ (DCP) präsentiert. Ein Team von Projektbegutachtern der ITEA3, einem transnationalen und industriegetriebenen Forschungs- und Entwicklungsprogramm im Bereich der Softwareinnovation und Teil des EUREKA Cluster Programms, stellte dem ACOSAR Projekt dabei ein hervorragendes Zeugnis aus.

Zum langfristigen Erhalt und Weiterentwicklung der DCP Spezifikation fehlte aber noch ein entsprechender Partner. Die Modelica Association ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation mit Sitz in Linköping, Schweden. Ihr Ziel ist die koordinierte Standardisierung auf dem Gebiet cyber-physischer Systeme. Die Modelica Association entwickelt beispielsweise die Modellierungssprache Modelica oder auch den in der Automobilindustrie sehr weit verbreiteten FMI (Functional Mock-Up Interface) Standard. Darüber hinaus fördert die Modelica Association offene Lizenzmodelle. Das bedeutet, dass erzielte Resultate frei verfügbar und erstellte Software quelloffen sein müssen.

Die Aufnahme des DCP in die Modelica Association wurde im Juli 2018 vom Board der Modelica Association beschlossen. Das DCP wird somit künftig als MAP (Modelica Association Project) DCP weitergeführt. Als MAP DCP Projektleiter fungiert Dipl.-Ing. Martin Krammer, der bereits im Rahmen von ACOSAR mit der Leitung der technischen Spezifikation des DCP betraut war.

Veröffentlichung nach mehr als 3 Jahren Entwicklungszeit

Die finale Version 1.0 des DCP wurde nun bei der 13. Internationalen Modelica Konferenz in Regensburg, Deutschland, vorgestellt. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten rund 300 Vertreter von führenden Industrieunternehmen und Universitäten die neuesten Entwicklungen rund um die Themen Modellierung und Simulation. Erste Erfahrungsberichte und Konzepte zur Anwendung des DCP wurden von Boeing Research and Technology Europe, der Volkswagen AG und von VIRTUAL VEHICLE präsentiert. Zudem wurden im wissenschaftlichen Programm der Konferenz zwei Publikationen vorgestellt, die von VIRTUAL VEHICLE gemeinsam mit Industriepartnern (AVL List GmbH, ESI-ITI GmbH, Leibniz Universität Hannover, TWT GmbH, Volkswagen AG) verfasst wurden. Auch in diesem Kontext wurde näher auf das DCP und seine technischen Besonderheiten eingegangen.

Statements

„Das Distributed Co-Simulation Protocol (DCP) bietet die Möglichkeit, die Co-Simulation für eine Vielzahl von Anwendungen zu standardisieren, da sie plattformunabhängig sein soll, sowohl in Echtzeit als auch unter verschiedensten Bedingungen einsetzbar ist und unter einer sehr großzügigen Lizenz bereitgestellt wird. DCP hast das Potential, bestehende Industriestandards zu ersetzen, die ähnliche (wenn auch nicht gleichwertige) Anwendungsfälle angesprochen haben, deren Markteintritt jedoch aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich war. Es bleibt zu hoffen, dass die relative Einfachheit des Standards zu einer raschen Akzeptanz in der Industrie beiträgt.“ - Dr. Andreas Junghanns, Geschäftsführer QTronic

„Nach der Prüfung mehrerer Anwendungsfälle für DCP-Anwendungen bei Volkswagen, einschließlich Komponenten von ACOSAR-Projektpartnern, kann die folgende Schlussfolgerung gezogen werden: DCP stellt eine Basistechnologie für eine effiziente Systemsimulation im Sinne von XiL dar, ermöglicht einen wesentlich einfacheren Aufbau der angeschlossenen Prüfstände und liefert Komponenteneigenschaften für robuste und sichere Systemintegrationen. Die Ausrichtung auf FMI sorgt für zusätzliche Synergieeffekte. Das DCP ist ein erster Schritt und hat das Potenzial, zu einem Industriestandard für die Systemintegration zu werden.“ - Dr. Andreas Soppa, Volkswagen AG

VIRTUAL VEHICLE – Enabling Future Vehicle Technologies

Das VIRTUAL VEHICLE Research Center ist ein führendes internationales F&E Zentrum für die Automobil- und Bahnindustrie mit Sitz in Graz, Österreich. Das Zentrum konzentriert sich auf die konsequente Virtualisierung der Fahrzeugentwicklung. Diese Verknüpfung von numerischen Simulationen und Hardware-Tests führt zu einem umfassenden HW-SW-System-Design.

Das internationale Partnernetzwerk von VIRTUAL VEHICLE besteht aus rund 100 internationalen Industriepartnern (OEMs, Tier-1 und Tier-2 Zulieferern sowie Software-Anbietern) sowie über 40 internationalen wissenschaftlichen Institutionen.

VIRTUAL VEHICLE ist das größte COMET finanzierte Forschungszentrum Österreichs und ist aktuell in über 35 EU-Projekten aktiv. Zusätzlich bietet VIRTUAL VEHICLE ein breites Portfolio an Auftragsforschung für die Fahrzeugentwicklung.

Weitere Informationen: www.v2c2.at

Die Modelica Association

Die Modelica Association ist eine Non-Profit-Organisation mit Mitgliedern aus Europa, den USA, Kanada und Asien. Seit 1996 entwickelt sie koordinierte Open-Access-Standards und Open-Source Software im Bereich Cyber-Physical Systems.

Weitere Informationen: www.modelica.org

FMI Standard: www.fmi-standard.org

DCP Standard: www.dcp-standard.org

Kontakt für Rückfragen
Katrin Ruckenstuhl, MA
+43 664 5052422
katrin.ruckenstuhl@manggei.com

SAVE THE DATE: PRESSEKONFERENZ UND ERÖFFNUNG DES HUMAN CENTERED DRIVING SIMULATORS AM 9. APRIL 2019

Mehr als ein „Fahr“-Simulator … 

Mit DRIVE.LAB eröffnet das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz eine hoch innovative Entwicklung- und Forschungsplattform, um das Zusammenspiel von Mensch und automatisiertem Fahren zu optimieren. Im Zentrum steht der „Human Centered Driving Simulator“, ein neuartig konzipierter Fahrsimulator, der die Wechselwirkung zwischen Fahrer, Insassen, Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern untersucht. Ziel ist es, automatisierte Fahrzeuge möglichst nahe an menschliche Verhaltens- und Reaktionsmuster anzunähern und damit sicherer und zuverlässiger zu machen sowie die Akzeptanz und Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen.

Herzlich laden wir Sie zur offiziellen Eröffnung sowie dem dazugehörigem Pressegespräch ein.

Bitte merken Sie sich diesen Termin vor:

Dienstag, 9. April 2019, 9.30 – 10.30 Uhr
VIRTUAL VEHICLE Research Center, Inffeldgasse 21a, 8010 Graz

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Bitte um Anmeldung unter katrin.ruckenstuhl@manggei.com oder telefonisch unter +43 664 5052422.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

CHECKPOTENTIAL VON MANGGEI IST ONLINE – WIR ANALYSIEREN IHRE GESCHÄFTSMÖGLICHKEITEN!

manggei startet mit einem neuen Service in das Jahr 2019!

Ab sofort verfügbar: checkpotenial – Bewertung Ihrer Geschäftsmöglichkeiten

Sie haben eine Geschäftsidee? Oder wollen neue Geschäftsfelder erschließen? checkpotential hilft Ihnen dabei. Wir bewerten Ihre Geschäftsmöglichkeiten, zeigen Ihnen Ihre Stärken und Schwächen auf, helfen Ihnen bei der Unterlagenerstellung sowie bei der Investoren- und Partnervermittlung. Wir unterstützen Sie dabei, neue Geschäftsfelder zu erschließen, Spin-offs zu generieren und IP zu verwerten.

Gleich vorbei schauen unter www.checkpotential.com!

manggei ist Partner von JOBS LOGISTIK express

Eine einzigartige Jobplattform für Logistik-Fachkräfte

Das neue Jobportal von LOGISTIK express ist online und bietet für alle Interessierten im Bereich Logistik und Transport passgenaue Jobs aus der Branche. Die neue Jobbörse ist Teil des LOGISTIK express Newsportals und bietet damit eine hohe Trefferquote. Für zusätzliche Reichweite werden die Jobs auch für andere Kanäle aufbereitet und können via Multiposter in weiteren Börsen gesetzt werden.

Auch manggei ist als Partner bei JOBS LOGISTIK express mit an Bord und unterstützt in den Bereichen Business Development und Sales / Lead Generierung.

Schauen Sie gleich vorbei unter www.jobs.logistik-express.com!

EIN NEUER WERBEBANNER FÜR DIE PAUGGER GMBH

Ein neuer Banner für mehr Aufmerksamkeit am Firmenstandort

Die Paugger GmbH steht für höchste Kompetenz und Flexibilität in der Bearbeitungsbranche. Für den Firmensitz im steirischen Burgau wünschte sich das Unternehmen einen neuen Werbebanner, der die Kernkompetenzen des Unternehmens auf moderne Art und Weise präsentiert. Gemeinsam mit manggei communications wurde nun ein moderner Werbebanner in neuem Design geplant und umgesetzt.

©PAUGGER GmbH

©PAUGGER GmbH

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn auch Sie neue Werbemittel benötigen!

MANGGEI COMMUNICATIONS PRESSEINFO: Dakoko Precision Components eröffnet neues Werk in Pinghu und sichert damit Marktposition für Präzisionstechnik in China | 5. November 2018

Presseinformation

Dakoko eröffnet neues Werk in Pinghu und sichert damit Marktposition für Präzisionstechnik in China

(v.l.n.r.) Ralf Schnitzler, Leitung Beschaffung & Qualitätswesen bei Wera Werkzeuge; Judith Jiang, Geschäftsführerin bei Dakoko; Thomas Courtemanche, Asia Sourcing Manager bei Altra Industrial Motion; Sebastian Maling mit Tochter Mia, Aufsichtsrat Dakoko ©Dakoko

(v.l.n.r.) Ralf Schnitzler, Leitung Beschaffung & Qualitätswesen bei Wera Werkzeuge; Judith Jiang, Geschäftsführerin bei Dakoko; Thomas Courtemanche, Asia Sourcing Manager bei Altra Industrial Motion; Sebastian Maling mit Tochter Mia, Aufsichtsrat Dakoko ©Dakoko

Mit 3.000 m² Fläche und einem Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro ist die neue Werkshalle in Pinghu, im Norden der chinesischen Provinz Zhejiang, die größte Investition in der 10-jährigen Firmengeschichte des chinesischen Zulieferers mit deutschen Wurzeln. Die moderne Werkshalle, die Teil der staatlich geförderten Pinghu Economic Development Zone ist und sowohl architektonisch als auch in Sachen Infrastruktur modernsten Standards entspricht, wurde am 25. Oktober feierlich von den Dakoko-Geschäftsführern Judith Jiang und Sebastian Maling eröffnet. Das neue Werk schafft damit größere Produktionskapazitäten und liefert modernste Bedingungen für eine Produktion auf deutsch-chinesischem Spitzenniveau.

Pinghu, 5. November 2018– Zahlreiche internationale Gäste folgten der Einladung zur offiziellen Werkseröffnung – darunter langjährige Kunden, Wegbegleiter und Zulieferer von Dakoko wie zum Beispiel Thomas Courtemanche, Asia Sourcing Manager beim US-Konzern Altra Industrial Motion oder Head of Procurement und Quality Management Ralf Schnitzler von Wera Werkzeuge – Europas Marktführer in der Herstellung von hochwertigen Schraubwerkzeugen. Neben den Factory Tours stand vor allem das Get-together der rund 40 Mitarbeiter und den angereisten Partnern, Zulieferern und Kunden von Dakoko im Vordergrund, die sich bei einem zünftigen bayrischen Grillfest näher kennenlernen konnten.

Sebastian Maling und der Moderator des Abends eröffnen die neue Werkshalle feierlich. ©Dakoko

Sebastian Maling und der Moderator des Abends eröffnen die neue Werkshalle feierlich. ©Dakoko

Ein neuer Standort mit perfekten Bedingungen

Mit der neuen Werkshalle in Pinghu befindet sich Dakoko ab sofort in bester Gesellschaft. Denn in dem staatlich errichteten Industriegebiet, das speziell für Betriebe aus der Automobilbranche und der Hochtechnologie erbaut wurde, haben sich auch andere hochkarätige, internationale Firmen wie zum Beispiel Federal-Mogul, die Nidec Corporation oder Samsung angesiedelt. Der Standort, der im Vergleich zur vorherigen Niederlassung in Kunshan durch seine Nähe zum Stadtkern von Pinghu perfekte Infrastrukturen und Voraussetzungen – sowohl für Mitarbeiter aber auch Partner und Zulieferer – bietet, liefert nun mehr Platz für die Herstellung hochmoderner Präzisionstechnik. „Das neue Werk schafft jene Produktionskapazitäten, die in den kommenden Jahren unsere Marktposition weiter stärken werden“, zeigt sich Geschäftsführerin Judith Jiang erfreut über die Eröffnung.

Eine breite Leistungspalette

Das Leistungsspektrum von Dakoko ist vielfältig. Neben klassischer Lohnfertigung, Baugruppenmontage sowie dem Zurverfügungstellen von Logistik und Maschinen hat sich der Zulieferer innerhalb seines 10-jährigen Bestehens vor allem auf die Produktion von Präzisions-CNC-Drehteilen spezialisiert. Ein Schwerpunkt sind Drehteile von 3,5 bis 26 mm Durchmesser, die in mittleren bis großen Stückzahlen zu chinesischen Konditionen und in europäischer Qualität produziert werden können. Bei den Teilen gibt es nur wenige Einschränkungen, so können komplexe Drehteile mit komplizierten Innengeometrien oder Seitenbearbeitung und Wellen mit anschließender Schleifbearbeitung vollständig in Eigenfertigung hergestellt werden. Die Komponenten werden vorwiegend aus Edelstahl oder Automatenstahl hergestellt.

Zertifizierte Qualität

Seit der Gründung ist es für Dakoko Ziel, Kunden als Partner in der Neuproduktentwicklung zu unterstützen. Zwei Dinge stehen dabei immer im Vordergrund: die hohe Qualität der Produkte einerseits sowie die für Kunden ansprechenden Konditionen andererseits, basierend auf einer intensiven Abstimmung zu optimalen Fertigungsprozessen während des Produktlebenszyklus. Als privat finanziertes, unabhängiges Unternehmen mit deutschen Inhabern verbinden sich bei Dakoko die Vorteile der Herstellung in China mit einer Unternehmenskultur, die Qualität, Prozesse und Geschäftsabläufe auf europäischem Niveau sichert. Dabei sorgt ein stringentes Qualitätsmanagement dafür, dass günstige Kosten mit höchsten Ansprüchen konform gehen. Der Qualitätsanspruch folgt darüber hinaus einem höheren Ideal. So wird vonseiten des Zulieferers alles dafür getan, Qualitätsführer für kleine Drehteile in China zu werden. Dies kommt auch in den Zertifizierung von Dakoko, wie z.B. der Zertifizierung nach der neuen IATF 16949, zum Ausdruck.

Faire Bedingungen für Mitarbeiter

Neben besten Konditionen für Kunden sorgt Dakoko auch dafür, dass für die Mitarbeiter faire Arbeitsbedingungen innerhalb des Betriebes vorherrschen. Mit der neuen Werkshalle in Pinghu profitiert auch das rund 40-köpfige Team, das für Dakoko im 24-Stunden-Schichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche und das an 350 Tagen im Jahr im Einsatz ist, maßgeblich. Die Nähe zum Stadtkern von Pinghu macht einen kurzen Arbeitsweg möglich. Modernste Ausstattung auf hohem Niveau sorgt zudem für mitarbeiterfreundliche Bedingungen. Darüber hinaus befindet sich die Berufsschule für Mechanik in unmittelbarer Entfernung zum neuen industriellen Zentrum in Pinghu, was den Zugang zu perfekt ausgebildeten Fachkräften maßgeblich erleichtert. Mittlerweile absolvieren bereits drei Berufsschüler ihr verpflichtendes Praxisjahr bei Dakoko. Die Nähe zur Metropole Shanghai macht es zudem möglich, dass auch Spitzenfachkräfte sowie wichtige Zulieferer in der nahen Umgebung schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen.

Zukunftsvision Marktführerschaft

Für die Zukunft gibt es für Dakokogründer Sebastian Maling eine ganz klare Vision: „Wir wollen Marktführer für Präzisionstechnik in China werden. Bereits im Jahr 2018 konnten wir eine 60-prozentige Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Mit der neuen Werkshalle in Pinghu ist es uns nun möglich, auch in Zukunft weiter zu wachsen und die äußerst positiven wirtschaftlichen Tendenzen zu unseren Gunsten zu nutzen.“ Die langjährige Erfahrung, die lückenlosen Kommunikationswege zwischen China, Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Compliance und Qualität der Produkte sollen Dakokos Marktposition in den nächsten Jahren weiter stärken.

Dakoko Precision Components

Dakoko wurde 2008 als Handelsunternehmen von Sebastian Maling gegründet und bietet eine einzigartige Mischung aus eigenen Produktionsstätten (seit 2012) in China, fundierten Kenntnissen des chinesischen Marktes und qualitativ hochwertiger Technik nach europäischen Standards. Durch die deutsch-chinesische Managementstruktur profitieren Kunden von einem hoch qualifizierten Team an Fachleuten mit langjähriger Erfahrung in Low-Cost-Countries und Engineering. Dakoko liefert so die ideale Kombination aus asiatischen Preisen und europäischer Qualität.

Weitere Informationen unter: www.dakoko.com

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